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MOMIRA im Test

MOMIRA im TestFolgender Testbericht wurde von www.auto-und-modell.de veröffentlicht, den wir hier mit freundlicher Genehmigung zeigen.

»Klingt nach einer genialen Idee, was die Köpfe der MOMIRA KG aus Bad Reichenhall sich da ausgedacht haben. Eine Reinigungsanlage für Modellautos, einfaches Reinigen und Sauberhalten der Sammlerstücke, was will das Sammlerherz mehr? Dementsprechend groß ist das Interesse an dieser Innovation in der Modellautoszene und natürlich wolltem wir genau wissen, was denn dran ist an der genialen Idee. Freundlicherweise hat uns die Firma MOMIRA eine Demonstrationsanlage zur Verfügung gestellt und somit können wir nun vielleicht einige der offenen Sammlerfragen klären.

Die MOMIRA Modellauto-Reinigungsanlage besteht aus zwei Teilen, der Staubmagnete-Wechselbox und der Metallbox für die Aufnahme der Wechselbox. Die Metallbox dient zur Stabilisierung der Wechselbox und hat einen schweren Plexiglasboden mit vier Gummifüßen, die für einen sicheren Stand sorgen. Der Ablauf des Reinigungsvorganges ist denkbar einfach: Die Wechselbox beidseitig öffnen, das Modell langsam hindurchschieben - und das war's schon. Bleiibt nur die wichtige Frage: Funktioniert es denn?

Die Antwort lautet: Ja - aber mit gewissen Einschränkungen. Wer hofft, sein nikotinverklebtes eBay-Schnäppchen mit der MOMIRA-Anlage schnell und bequem reinigen zu können, der wird enttäuscht. Die Anlage ist nur für die Entfernung von Staub gedacht, alle anderen Verschmutzungen müssen mit anderen Reinigungsmaterialien beseitigt werden. Die Anlage ist keine Waschanlage, wie vielmals behauptet, mehr ein Staubfänger. Selbst mit relativ stark verstaubten Modellen wird die Anlage fertig, wenn auch nicht im ersten Durchgang. Ich habe bei einem recht verstaubten Yatming-Modell fast zehn Durchfahrten und zwischenzeitlich immer wieder ein Aufschütteln der Fasern benötigt - aber das Ergebnis war beachtlich! Allerdings funktioniert die Reinigung bei fest anhaftendem Staub nicht, da gelten die gleichen Einschränkungen, wie bei den oben angesprochenen Nikotinproblemen. Bei lose aufliegendem Staub auf gepflegten Modellen hingegen reicht ein Durchgang für strahlende Staubfreiheit. Man sollte sich mit der Anlage ein wenig Eingewöhnungszeit für die korrekte Bedienung gönnen, in der man durch fleißiges Ausprobieren den optimalen Weg für maximale Reinigung entdecken, aber dann ist die Reinigung auch schnell und einfach erledigt. Ich habe alle 1:18-Modelle des jüngsten Fotoshootings durch die Demoanlage geschoben und hatte deutlich weniger Staub im Studio zu entfernen.

Das Funktionsprinzip ist also klar, in der Wechselbox befinden sich Mikrofasern, die eine quasi magnetische Wirkung auf Staubpartikel entwickeln und den Staub langfristig binden. Die Staubkörner bleiben in der Anlage und können keine weiteren heimtückischen Attacken auf Sammlervitrinen starten. Die Fasern werden oft als "Swiffertücher" bezeichnet, dies wird den verwendeten hochwertigen Hightechfasern allerdings nicht gerecht. Die MOMIRA-Experten sprechen in den Begleitmaterialien davon, dass die Reinigung eine Schutzwirkung hat und Staub sich nach der MOMIRA-Verwendung nicht so schnell auf Modellen ansiedelt. Diese Wirkung konnte ich im Test nicht entdecken, wobei man vermutlich hierfür eine längere Beobachtungszeit braucht.

Die Fasern sind auf ihrem Trägermaterial lose befestigt, wenn also eine Faser einmal an einem scharfkantigen oder hervorstehenden Teil hängenbleibt, dann reißt die Faser ab und beschädigt nicht das Modell. Im schlimmsten Fall - ich hatte das am Unterboden eines CMC-Ferrari - kann sich da ein kleiner Mikrofaser-Pelz bilden, den man aber leicht entfernen kann. Allerdings wird in der Anleitung deutlich darauf hingewiesen, dass Modelle mit losen Teilen nicht durch die Anlage geschoben werden sollen, da in diesen Fällen die entsprechenden Teile eventuell doch beschädigt werden konnten.

Es bleibt festzuhalten: Die MOMIRA-Reinigungsanlage funktioniert mit leicht verstaubten Modellen hervorragend, ist leicht zu bedienen und beschädigt die Modelle nicht. Ob er dieses Reinigungsinstrument trotz der erwähnten Einschränkungen wirklich braucht, muss jeder Sammler für sich selbst beantworten. Ich war von der Anlage durchaus angetan.

Usern aus München und dem Umland ist ein Besuch bei unserem Fachhandelspartner Supercars zu empfehlen, Alexander Schakow demonstriert Ihnen gerne die Funktion der ersten Modellauto-Reinigungsanlage.

Wir danken der MOMIRA KG für die Bereitstellung unserer Testanlage.«

Text und Fotos: Georg Hämel